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 H.Berg & associés
 Polytex S.A.

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Aufsatz eines Spielers aus dem Jahre 1981

Manfred Linden, knieend und 2. von rechts, schrieb 1981 zum Nikolausfest folgenden Aufsatz über seine Mannschaft:
Die A-Kadetten — meine Mannschaft
Zusammen sind wir 13 Spieler. Acht hatten sofort einen
Stammplatz, die fünf anderen wurden vor der Meisterschaft auf Herz und
Nieren geprüft und schließlich für begabt befunden. Die letzten vier
Wochen waren eine einzige Tortur: mittwochs Training, freitags
Training, samstags Spiel, sonntags Spiel. Doch ich glaube, es hat sich
gelohnt. Seit Trainingsbeginn sind wir ungeschlagen: in genau 21
Spielen.
Einige Spieler meiner Mannschaft möchte ich euch vorstellen. Im Tor
steht unser Danny. Die meisten Bälle, die er zu halten hat, kommen von
unserem Delegierten, Norbert, vor dem Spiel. Nach dem Anpfiff kann er
sich meistens ausruhen. Unser fairster Spieler heiß Achim. Weil er zu
fair spielt, ist er meistens nur Reserve. Achim bekommt es fertig, sich
nach einem gewonnenen Zweikampf beim Gegenspieler zu entschuldigen.
Unser rechter Verteidiger heißt Georg; unser Mann für Sonderaufgaben.
Vor jedem Spiel schaue ich mir die gegnerischen Spieler immer an und
bedauere denjenigen, der gegen Georg spielen muss. Nicht dass Sie jetzt
glauben, Georg spielt unfair, ganz im Gegenteil. Nur, er ist wie etwas,
was man abschütteln will, dass man aber nicht loswird. Dafür war mein
Entschluss, in diesem Jahr von Eynatten nach Eupen zu wechseln, schon
deshalb richtig, weil ich als Linksaußen jetzt nie mehr gegen Georg
spielen muss.
Unser Mittelstürmer heißt Dominique. Wenn er mit seinem Gegenspieler
über den Platz spurtet sieht es so aus, als ob sein Gegner in Zeitlupe
läuft. Vor jedem Spiel ist Dominique verletzt; er humpelt und kann oft
kaum noch auftreten. Aber wenn der Schiedsrichter dann anpfeift, ist
unser Porsche kaum noch zu halten.
Die meisten unserer Gegner haben mehrere Holzhacker in ihrer
Mannschaft, Dafür haben wir einen Metzger; er heißt Frank und spielt
Libero, meistens im hinteren Mittelfeld. Auch er ist ein überaus guter
Spieler. Von seinem fußballerischen Talent wünsche ich ihm auch etwas
in seinem Beruf, denn mindestens einmal in der Woche schneidet er sich
in einen Finger. Doch solange es nicht die Füße sind, ist es ja nicht
so schlimm.
Nicht nur der HSV, auch der FC EUPEN hat ein Ungeheuer in der
Mannschaft. Beim HSV heißt er Hrubesch und spielt Mittelstürmer, bei
uns heißt er Rudi und spielt Vorstopper. Im Übrigen ist er auch mein
bester Freund. Dass er darüber hinaus ein Klassefußballer ist, sehen
Sie daraus, dass wir fast immer ohne Libero spielen. Die meisten
Angriffe des Gegners sind bei ihm zu Ende. Rudi hat nur einen einzigen
Fehler: Er hält mit dem 1. FC Köln.
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