FC Eupen 1963

 

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Aufsatz eines Spielers aus dem Jahre 1981






















Manfred Linden, knieend und 2. von rechts, schrieb 1981 zum Nikolausfest folgenden Aufsatz über seine Mannschaft:

Die A-Kadetten — meine Mannschaft

Zusammen sind wir 13 Spieler. Acht hatten sofort einen Stammplatz, die fünf anderen wurden vor der Meisterschaft auf Herz und Nieren geprüft und schließlich für begabt befunden. Die letzten vier Wochen waren eine einzige Tortur: mittwochs Training, freitags Training, samstags Spiel, sonntags Spiel. Doch ich glaube, es hat sich gelohnt. Seit Trainingsbeginn sind wir ungeschlagen: in genau 21 Spielen.

Einige Spieler meiner Mannschaft möchte ich euch vorstellen. Im Tor steht unser Danny. Die meisten Bälle, die er zu halten hat, kommen von unserem Delegierten, Norbert, vor dem Spiel. Nach dem Anpfiff kann er sich meistens ausruhen. Unser fairster Spieler heiß Achim. Weil er zu fair spielt, ist er meistens nur Reserve. Achim bekommt es fertig, sich nach einem gewonnenen Zweikampf beim Gegenspieler zu entschuldigen.

Unser rechter Verteidiger heißt Georg; unser Mann für Sonderaufgaben. Vor jedem Spiel schaue ich mir die gegnerischen Spieler immer an und bedauere denjenigen, der gegen Georg spielen muss. Nicht dass Sie jetzt glauben, Georg spielt unfair, ganz im Gegenteil. Nur, er ist wie etwas, was man abschütteln will, dass man aber nicht loswird. Dafür war mein Entschluss, in diesem Jahr von Eynatten nach Eupen zu wechseln, schon deshalb richtig, weil ich als Linksaußen jetzt nie mehr gegen Georg spielen muss.

Unser Mittelstürmer heißt Dominique. Wenn er mit seinem Gegenspieler über den Platz spurtet sieht es so aus, als ob sein Gegner in Zeitlupe läuft. Vor jedem Spiel ist Dominique verletzt; er humpelt und kann oft kaum noch auftreten. Aber wenn der Schiedsrichter dann anpfeift, ist unser Porsche kaum noch zu halten.

Die meisten unserer Gegner haben mehrere Holzhacker in ihrer Mannschaft, Dafür haben wir einen Metzger; er heißt Frank und spielt Libero, meistens im hinteren Mittelfeld. Auch er ist ein überaus guter Spieler. Von seinem fußballerischen Talent wünsche ich ihm auch etwas in seinem Beruf, denn mindestens einmal in der Woche schneidet er sich in einen Finger. Doch solange es nicht die Füße sind, ist es ja nicht so schlimm.

Nicht nur der HSV, auch der FC EUPEN hat ein Ungeheuer in der Mannschaft. Beim HSV heißt er Hrubesch und spielt Mittelstürmer, bei uns heißt er Rudi und spielt Vorstopper. Im Übrigen ist er auch mein bester Freund. Dass er darüber hinaus ein Klassefußballer ist, sehen Sie daraus, dass wir fast immer ohne Libero spielen. Die meisten Angriffe des Gegners sind bei ihm zu Ende. Rudi hat nur einen einzigen Fehler: Er hält mit dem 1. FC Köln.



 
 

 

 

   

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