03. September 2010 Persönlicher Kommentar zur Lage DIE AKTEURE MÜSSEN DAS VERTRAUEN FÖRMLICH RIECHEN
0/9 Punkte 0-9 Tore, 3 Spiele - 3 Niederlagen.. Traurige und bittere Bilanz zu Beginn der 1. Saison in der höchsten Lütticher Provinzialklasse. Diese Art Geschichte wollte man so sicher nicht schreiben! Nun, beim genauen Hinschauen ist die magere (...) Ausbeute verständlich und sollte dem Verein und den Spielern samt Trainerstab jetzt nicht in Pessimismus und Resignation stürzen. Denn, Waremme war eine spielstarke Elf an der sich sicher auch noch andere die Zähne ausbeissen werden, und zudem das allererste Spiel auf höchster Ebene, Weywertz ist Weywertz, eine Topelf auf Provinzebene seit Jahren, und Warnant obwohl zaghaft gestartet, immerhin ein Verein der immer Top5 stand....
Der Auftaktspielplan war für den Neuling FC sicherlich auch kein Geschenk. Jetzt kommen noch 2 weitere Favoriten, die Promotionsabsteiger Malmedy und Spa. Alles Vereine mit Transferspieler und viel viel Erfahrung. Nicht das ich damit sagen will man könne auch hier nichts ausrichten, sondern vielmehr meine ich das man auch bei 0/15 nichts dramatisieren soll. Die Analyse ist verhältnismässig einfach: Neben den oben aufgelisteten Gründen, kommt gleich der Wichtigste hinzu: zuviele Spielerausfälle!
Wie soll dabei Spielfluss und Abstimmung aufeinander zustande kommen? Das kann ein Verein der ausschliesslich auf die eigene Jugend baut, unmöglich verkraften. Waren es in den beiden ersten Spielen 4 bzw. 5 Spieler die nicht zur Verfügung standen, so ging man in Warnant gleich mit 6 Ausfällen an den Start. Dazu gesellte sich der nächste Ausfall Hendrich und wie schon in Weywertz für Hick, die Rote Karte für Klinkenberg. Noch mehr Ausfälle!!
Kein Verein kann die 1. PK fast ausnahmslos mit Junioren halten. Wer das glaubt ist realitätsfern.
Es bleibt zu hoffen das bald alle Mann wieder an Bord sind. Denn das gesteckte Ziel ist nur mit einer kompletten Mannschaft, die sich zudem im Laufe der Spiele aufeinander einstellt und wie ein Block auftritt, zu bewerkstelligen. Von einem solchen sind wir leider nun mal zur Stunde weit entfernt. Es ist aber nichts zu spät. Falls das Ziel nicht erreicht wird, ist dies auch im Sinne der Vereinsphilosophie kein Beinbruch und lediglich als eine nützliche Erfahrung für die Zukunft einzustufen. Doch da sind wir beileibe noch nicht. Schliesslich bleiben noch über 25 Begegnungen auszutragen...das sind eine Menge Punkte!!
Ferner hat es unter diesen Umständen auch keinen Sinn nach "Schuldigen" zu suchen. Die verunsicherten Spieler brauchen jetzt ein ruhiges Umfeld, etwas Glück und Rückendeckung seitens aller.
Die jungen Akteure müssen das Vertrauen der Verantwortlichen und der Trainer förmlich riechen. Zudem darf sich nun auch nicht noch Unzufriedenheit einschleichen. Das würde der ohnehin schon geschwächten Mannschaft das Genick brechen.
Also Augen nach vorne gerichtet. Nach Malmedy und Spa fängt die Saison richtig an. (Obwohl ein Pünktchen bis dahin sehr willkommen wäre!)
Doch auch eines ist sicher im Fussball: wer gewinnen will muss auch Tore schiessen...